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Antikörper ursächlich für Adipositas?

Dienstag, 27. Oktober 2009 9:04

Während die Ursache für Fettleibigkeit (Adipositas) und Dicksein sehr häufig in falscher Ernährung und Bewegungsmangel zu finden ist, gibt es Anzeichen dafür, dass in seltenen Fällen die Regulation der Nahrungsaufnahme durch einen fehlgeleiteten Angriff des Immunsystems ausgelöst werden kann, wie Forscher um Jean-Christophe Peter und Karl Hofbauer von der Universität Basel vermuten [1].

Bereits vor zwei Jahren hatten die Wissenschaftler den Effekt am Beispiel des Melanocortin-4- Rezeptors (MC-4R) eindrucksvoll demonstriert. Mutationen in dem diesen Rezeptor codierenden Gen sind eine bekannte Ursache für Fettleibigkeit. Die Forscher brachten Nagetiere dazu, Antikörper gegen MC-4R zu bilden und beobachteten, dass die betroffenen Tiere nun deutlich an Gewicht zulegten. Gleichzeitig entwickelten sie Stoffwechselstörungen, wie sie bei Patienten mit Adipositas auftreten [2].

In einem nächsten Schritt untersuchten die Wissenschaftler die Blutproben von 216 Personen mit unterschiedlichem BMI auf Immunglobuline gegen MC-4R. Und stellten eine Korrelation zwischen einem hohen BMI und der Konzentration des Antikörpers fest.

Weitere Versuche legten nahe, dass MC-4R durch die gebildeten Antikörper in seiner Funktion unterdrückt wird. Die Versuchstiere, denen der Antikörper separat verabreicht wurde, reagierten mit stark gesteigertem Appetit.

Quellen:
[1] Artikel im Scienceticker.info
[2] MC4R Signalling Within the Hypothalaomic Network of Weight Regulation

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Allergietests: IgE vs. IgG

Dienstag, 27. Oktober 2009 8:58

Auf der Internetseite Sueddeutsche.de befindet sich ein interessanter Artikel zum Thema Allergien auf Lebensmittel. Angesprochen und diskutiert wird dort die Tatsache, dass zwanzig Prozent der Deutschen überzeugt seien, auf bestimmte Lebensmittel allergisch zu reagieren. Tatsächlich nachgewiesene Symptome, wie Juckreiz im Rachenraum oder Atemnot zeigten beim Kontakt mit dem Lebensmittel jedoch nur höchstens fünf Prozent [1], wie die Autorin darlegt.

Als einer der Gründe für diese Diskrepanz wird die Verwendung von Allergietests auf Basis der Immunglobuline Typ G genannt, die gemäß der Aussagen europäischer und deutscher Allergiegesellschaften nachgewiesenermaßen sinnlos seien. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) warnte bereits 2004 vor derartigen Tests, die lediglich „Patientenabzocke“ seien, gleichzeitig aber nichts aussagend. Im Gegensatz zur Untersuchung von spezifischen IgE-Antikörpern, ließen sich mit IgG-Tests keine Allergieauslöser nachweisen [2].

IgE-Antikörper produziert der Körper kontinuierlich in geringen Mengen gegen als harmlos einzustufende Stoffe. Bei einer tatsächlich vorliegenden Allergie ist die Menge der hergestellten Immunglobuline um ein Vielfaches erhöht und kann im Sinne eines IgE-Allergietests nachgewiesen werden. Auf die Antikörper vom Typ G trifft dies jedoch nicht zu.

Quellen:
[1] http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/507/491870/text/
[2] http://www.medizin-2000.de/allergologie/texte/laien/pm/aeda_11_04/dgai4.html

Thema: Therapien | Kommentare (0) | Autor: admin