Tag-Archiv für » Antikörper «

HIV – Schutz aus pflanzlichen Systemen

Dienstag, 12. Januar 2010 12:57

Ein weiteres Beispiel für die Anwendung pflanzenbasierter Produktionssysteme liefert das Fraunhofer IME. Im EU-Projekt “PharmaPlanta” werden Grundlagen erforscht, die zur Herstellung von HIV-spezifischen Antikörpern in Tabakpflanzen führen sollen. Der Artikel ist auf der Seite der Fraunhofer Institute nachzulesen.

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Der Metabolismus der Pflanzen im Visier

Dienstag, 12. Januar 2010 12:06

Die Forschung am pflanzlichen Metabolismus stellt einen wesentlichen Arbeitszweig der Biowissenschaften dar. Insbesondere in Verbindung mit den fortschreitenden Möglichkeiten der Gentechnik eröffnen sich hier in absehbarer Zukunft viele neue Chancen. Besonders die Nutzung von Pflanzen als Produktionssysteme für Medikamente, Antikörper und andere Nutzstoffe erscheint sehr aussichtsreich. Demzufolge wird gerade hier sehr viel Forschungsaufwand betrieben. Die Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien beispielsweise beschäftigt sich in der Arbeitsgruppe für Molekulare Pflanzenphysiologie mit der Produktion rekombinanter Proteine in Pflanzengeweben.
Die Zielsetzung der Forschung kann hierbei vielseitig sein. So kann die Züchtung von spezifischen Antikörpern für die weitere Verwendung in der medizinischen Diagnostik oder Therapie ebenso angepeilt werden, wie etwa die Produktion eines insektenabwehrenden Stoffes, welcher der Pflanze einen höheren Widerstand gegen Schädlingsbefall ermöglicht.

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Immuntherapie als Waffe gegen Krebs

Dienstag, 15. Dezember 2009 13:59

Möglicherweise lässt sich die Neubildung von Neuroblastomen durch eine gezielte Stärkung des Immunsystems unterbinden. Die britische Organisation Cancer Research UK finanziert derzeit eine Studie, die genau diesen Ansatz untersuchen. Insgesamt sollen finanzielle Mittel für Tests bei 160 Kindern über einen Zeitraum von vier Jahren zur Verfügung stehen.

Die Studie baut auf aktuellen Forschungsergebnissen eines amerikanischen Forschungsprojektes auf, die zeigen, dass eine Immuntherapie die Überlebenschancen verbessern kann.

Neuroblastome treten vermehrt bei Kindern unter 5 Jahren auf und sind für etwa ein Sechstel der Todesfälle durch Krebs verantwortlich. Durch den neuen Therapieansatz könne es gelingen, identifizierte Neuroblastom-Zellen mittels geeigneter Antikörper zu markieren. Sie mobilisieren in der Folge das körpereigene Immunsystem, das die Zellen nun angreifen und zerstören kann.

Quellen:

Cancer Research UK

Great Ormond Street Hospital for children NHS trust (GOSH) and UCL Institute of children health (ICH)

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Zwei neue Antikörper zum Kampf gegen HIV

Donnerstag, 26. November 2009 14:02

Wissenschaftler der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) haben zwei neue Antikörper zum Kampf gegen HIV entdeckt. Möglicherweise könnten sie zur Entwicklung eines Impfstoffes dienen, wie das Team um Wayne Koff erklärte. Die Antikörper seien die ersten, die aus Spendern aus Entwicklungsländern isoliert wurden und zeigen einen deutlichen Schwachpunkt des HIV-Virus auf. Die großflächig neutralisierenden Antikörper werden jedoch nur von einer Minderheit der HIV-infizierten Personen hergestellt. Sie unterscheiden sich von gängigen Antikörpern darin, dass sie einen recht hohen Prozentsatz der verschiedenen HIV-Varianten neutralisieren.

Die neuen Antikörper binden, gemäß dem Forscherteam, an Stellen des HI-Virus, die leichter zugänglich sind. Speziell zielen sie auf Proteine des Virus ab, die den Dorn des Erregers bilden, mit welchem es Wirtszellen infiziert. Grundsätzlich sind gerade diese Proteine sehr variabel und für die Forscher deshalb wenig greifbar. Die neu isolierten Antikörper binden jedoch an die unveränderlichen Teile an.

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Neutralisierende Antikörper (NAK) können Einfluss auf das MS-Therapieergebnis nehmen

Dienstag, 24. November 2009 14:53

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie hat auf seiner Homepage einen interessanten Artikel veröffentlicht. Es geht um die Untersuchung, inwiefern Neutralisierende Antikörper (NAK) gegen Interferon-ß und Natalizumab einen Einfluss auf die Therapie der Multiplen Sklerose mit diesen Mitteln haben. Es konnten bei MS-Patienten, die mit Interferon-ß 1a, Interferon-ß 1b oder Natalizumab behandelt wurden, Antikörper nachgewiesen werden, die spezifisch an diese Substanzen „andocken“. Sofern es sich hierbei um sog. Bindende Antikörper handelt, ist das Therapieergebnis offenbar nicht beeinflusst. Anders sieht es aus, wenn Neutralisierende Antikörper angreifen. Sie blockieren Oberflächenstrukturen des Medikamentes, die für seine Wirkung essentiell sind. Sie neutralisieren also die Wirkung des Stoffes.

Der Nachweis von NAK im Blut von mit Interferon-beta (IFN-ß) behandelten Patienten gelänge nach bisherigen Daten meist in dem Zeitraum von 6 bis 24 Monaten. Im Anschluss an diesen Zeitraum bestände ein niedrigeres Risiko, NAK auszubilden. Interessanterweise konnten bei einigen Patienten, die (noch) nicht mit IFN-ß behandelt worden waren, ebenfalls derartige NAK nachgewiesen werden.

Bei Patienten mit persistierenden (bleibenden) NAK kam es vermehrt zu einer Zunahme der Schubfrequenz, einer Vermehrung und Vergrößerung der Läsionen im Zentralnervensystem und zu einem Fortschreiten der Behinderung, wie die Forscher feststellten. Andererseits wurde auch festgestellt, dass einige Patienten mit hochtitrigen NAK einen ganz normalen Therapieverlauf aufweisen.

Letztlich sind die genauen Wirkzusammenhänge in Verbindung mit IFN-ß bislang noch nicht ausreichend geklärt. Bei der Untersuchung der NAK gegen Natalizumab hingegen seien die Ergebnisse eindeutig. Hier kommt es zu einer eindeutig nachweisbaren, negativen Wirkung persistenter NAK auf das Therapieergebnis.

Quelle: http://www.mpipsykl.mpg.de/clinic/erkrankungen/ms/ms_10/index.html

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Zur Geschichte der Forschung an Monoklonalen Antikörpern

Freitag, 20. November 2009 15:18

Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen in der Schweiz hat auf seiner Webseite einen interessanten Artikel über die Geschichte der Herstellung monoklonaler Antikörper veröffentlicht. Unbedingt lesenswert!

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