Beitrags-Archiv für die Kategory 'Forschung'

Zwei neue Antikörper zum Kampf gegen HIV

Donnerstag, 26. November 2009 14:02

Wissenschaftler der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) haben zwei neue Antikörper zum Kampf gegen HIV entdeckt. Möglicherweise könnten sie zur Entwicklung eines Impfstoffes dienen, wie das Team um Wayne Koff erklärte. Die Antikörper seien die ersten, die aus Spendern aus Entwicklungsländern isoliert wurden und zeigen einen deutlichen Schwachpunkt des HIV-Virus auf. Die großflächig neutralisierenden Antikörper werden jedoch nur von einer Minderheit der HIV-infizierten Personen hergestellt. Sie unterscheiden sich von gängigen Antikörpern darin, dass sie einen recht hohen Prozentsatz der verschiedenen HIV-Varianten neutralisieren.

Die neuen Antikörper binden, gemäß dem Forscherteam, an Stellen des HI-Virus, die leichter zugänglich sind. Speziell zielen sie auf Proteine des Virus ab, die den Dorn des Erregers bilden, mit welchem es Wirtszellen infiziert. Grundsätzlich sind gerade diese Proteine sehr variabel und für die Forscher deshalb wenig greifbar. Die neu isolierten Antikörper binden jedoch an die unveränderlichen Teile an.

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Neutralisierende Antikörper (NAK) können Einfluss auf das MS-Therapieergebnis nehmen

Dienstag, 24. November 2009 14:53

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie hat auf seiner Homepage einen interessanten Artikel veröffentlicht. Es geht um die Untersuchung, inwiefern Neutralisierende Antikörper (NAK) gegen Interferon-ß und Natalizumab einen Einfluss auf die Therapie der Multiplen Sklerose mit diesen Mitteln haben. Es konnten bei MS-Patienten, die mit Interferon-ß 1a, Interferon-ß 1b oder Natalizumab behandelt wurden, Antikörper nachgewiesen werden, die spezifisch an diese Substanzen „andocken“. Sofern es sich hierbei um sog. Bindende Antikörper handelt, ist das Therapieergebnis offenbar nicht beeinflusst. Anders sieht es aus, wenn Neutralisierende Antikörper angreifen. Sie blockieren Oberflächenstrukturen des Medikamentes, die für seine Wirkung essentiell sind. Sie neutralisieren also die Wirkung des Stoffes.

Der Nachweis von NAK im Blut von mit Interferon-beta (IFN-ß) behandelten Patienten gelänge nach bisherigen Daten meist in dem Zeitraum von 6 bis 24 Monaten. Im Anschluss an diesen Zeitraum bestände ein niedrigeres Risiko, NAK auszubilden. Interessanterweise konnten bei einigen Patienten, die (noch) nicht mit IFN-ß behandelt worden waren, ebenfalls derartige NAK nachgewiesen werden.

Bei Patienten mit persistierenden (bleibenden) NAK kam es vermehrt zu einer Zunahme der Schubfrequenz, einer Vermehrung und Vergrößerung der Läsionen im Zentralnervensystem und zu einem Fortschreiten der Behinderung, wie die Forscher feststellten. Andererseits wurde auch festgestellt, dass einige Patienten mit hochtitrigen NAK einen ganz normalen Therapieverlauf aufweisen.

Letztlich sind die genauen Wirkzusammenhänge in Verbindung mit IFN-ß bislang noch nicht ausreichend geklärt. Bei der Untersuchung der NAK gegen Natalizumab hingegen seien die Ergebnisse eindeutig. Hier kommt es zu einer eindeutig nachweisbaren, negativen Wirkung persistenter NAK auf das Therapieergebnis.

Quelle: http://www.mpipsykl.mpg.de/clinic/erkrankungen/ms/ms_10/index.html

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Antikörper ursächlich für Adipositas?

Dienstag, 27. Oktober 2009 9:04

Während die Ursache für Fettleibigkeit (Adipositas) und Dicksein sehr häufig in falscher Ernährung und Bewegungsmangel zu finden ist, gibt es Anzeichen dafür, dass in seltenen Fällen die Regulation der Nahrungsaufnahme durch einen fehlgeleiteten Angriff des Immunsystems ausgelöst werden kann, wie Forscher um Jean-Christophe Peter und Karl Hofbauer von der Universität Basel vermuten [1].

Bereits vor zwei Jahren hatten die Wissenschaftler den Effekt am Beispiel des Melanocortin-4- Rezeptors (MC-4R) eindrucksvoll demonstriert. Mutationen in dem diesen Rezeptor codierenden Gen sind eine bekannte Ursache für Fettleibigkeit. Die Forscher brachten Nagetiere dazu, Antikörper gegen MC-4R zu bilden und beobachteten, dass die betroffenen Tiere nun deutlich an Gewicht zulegten. Gleichzeitig entwickelten sie Stoffwechselstörungen, wie sie bei Patienten mit Adipositas auftreten [2].

In einem nächsten Schritt untersuchten die Wissenschaftler die Blutproben von 216 Personen mit unterschiedlichem BMI auf Immunglobuline gegen MC-4R. Und stellten eine Korrelation zwischen einem hohen BMI und der Konzentration des Antikörpers fest.

Weitere Versuche legten nahe, dass MC-4R durch die gebildeten Antikörper in seiner Funktion unterdrückt wird. Die Versuchstiere, denen der Antikörper separat verabreicht wurde, reagierten mit stark gesteigertem Appetit.

Quellen:
[1] Artikel im Scienceticker.info
[2] MC4R Signalling Within the Hypothalaomic Network of Weight Regulation

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