Beiträge vom November, 2009

Zwei neue Antikörper zum Kampf gegen HIV

Donnerstag, 26. November 2009 14:02

Wissenschaftler der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) haben zwei neue Antikörper zum Kampf gegen HIV entdeckt. Möglicherweise könnten sie zur Entwicklung eines Impfstoffes dienen, wie das Team um Wayne Koff erklärte. Die Antikörper seien die ersten, die aus Spendern aus Entwicklungsländern isoliert wurden und zeigen einen deutlichen Schwachpunkt des HIV-Virus auf. Die großflächig neutralisierenden Antikörper werden jedoch nur von einer Minderheit der HIV-infizierten Personen hergestellt. Sie unterscheiden sich von gängigen Antikörpern darin, dass sie einen recht hohen Prozentsatz der verschiedenen HIV-Varianten neutralisieren.

Die neuen Antikörper binden, gemäß dem Forscherteam, an Stellen des HI-Virus, die leichter zugänglich sind. Speziell zielen sie auf Proteine des Virus ab, die den Dorn des Erregers bilden, mit welchem es Wirtszellen infiziert. Grundsätzlich sind gerade diese Proteine sehr variabel und für die Forscher deshalb wenig greifbar. Die neu isolierten Antikörper binden jedoch an die unveränderlichen Teile an.

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Biotechnologiebranche 2009

Donnerstag, 26. November 2009 13:42

Die Boston Consulting Group (BCG) hat für vfa bio eine aktuelle Studie zur Lage der medizinischen Biotechnologie in Deutschland erstellt. Diese erscheint jährlich und erfasst sämtliche Aktivitäten der Branche von Startups bis hin zu den Großunternehmen.

Der wirtschaftliche Teil der Studie legt dar, dass die Branche sich – gegenläufig des allgemeinen Wirtschaftsklimas – 2008 recht krisenfest zeigte. Ursache hierfür ist das hohe Maß an Innovation, welches die 108 untersuchten Unternehmen aufweisen. Der Umsatz mit Biopharmazeutika konnte in 2008 um 9% auf 4,4 Milliarden gesteigert werden und umfasst etwa 16 % des deutschen Gesamtpharmamarktes, der in der Summe um lediglich 4,5% wuchs. Der Umsatz mit monoklonalen Antikörpern verfünffachte sich seit 2004 und stellt nun etwa 28% des Gesamtumsatzes mit Biopharmazeutika. Ende 2008 waren 19 monoklonale Antikörper in Deutschland zugelassen. 419 Biopharmazeutika befinden sich derzeit in der klinischen Entwicklung. Hierbei bilden monoklonale Antikörper mit 162 Projekten einen markanten Schwerpunkt.

Den Zahlen ist weiterhin zu entnehmen, dass Deutschland im Bereich der gentechnischen Produktion von Biopharmazeutika die Nummer Eins in Europa, und weltweit nach den USA die Nummer Zwei ist.

Der Therapieteil der Studie untersuchte das Anwendungsfeld der monoklonalen Antikörper im Detail. Für viele Krankheiten, die vorher nicht behandelbar waren, konnten nun erste Therapien vorgestellt werden, die konsequent die hohe Spezifität dieser Antikörper nutzen. Gleichzeitig zeigt sie Möglichkeiten, monoklonale Antikörper an andere Anwendungsfälle durch Optimierungsmethoden gezielt anzupassen.

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Neutralisierende Antikörper (NAK) können Einfluss auf das MS-Therapieergebnis nehmen

Dienstag, 24. November 2009 14:53

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie hat auf seiner Homepage einen interessanten Artikel veröffentlicht. Es geht um die Untersuchung, inwiefern Neutralisierende Antikörper (NAK) gegen Interferon-ß und Natalizumab einen Einfluss auf die Therapie der Multiplen Sklerose mit diesen Mitteln haben. Es konnten bei MS-Patienten, die mit Interferon-ß 1a, Interferon-ß 1b oder Natalizumab behandelt wurden, Antikörper nachgewiesen werden, die spezifisch an diese Substanzen „andocken“. Sofern es sich hierbei um sog. Bindende Antikörper handelt, ist das Therapieergebnis offenbar nicht beeinflusst. Anders sieht es aus, wenn Neutralisierende Antikörper angreifen. Sie blockieren Oberflächenstrukturen des Medikamentes, die für seine Wirkung essentiell sind. Sie neutralisieren also die Wirkung des Stoffes.

Der Nachweis von NAK im Blut von mit Interferon-beta (IFN-ß) behandelten Patienten gelänge nach bisherigen Daten meist in dem Zeitraum von 6 bis 24 Monaten. Im Anschluss an diesen Zeitraum bestände ein niedrigeres Risiko, NAK auszubilden. Interessanterweise konnten bei einigen Patienten, die (noch) nicht mit IFN-ß behandelt worden waren, ebenfalls derartige NAK nachgewiesen werden.

Bei Patienten mit persistierenden (bleibenden) NAK kam es vermehrt zu einer Zunahme der Schubfrequenz, einer Vermehrung und Vergrößerung der Läsionen im Zentralnervensystem und zu einem Fortschreiten der Behinderung, wie die Forscher feststellten. Andererseits wurde auch festgestellt, dass einige Patienten mit hochtitrigen NAK einen ganz normalen Therapieverlauf aufweisen.

Letztlich sind die genauen Wirkzusammenhänge in Verbindung mit IFN-ß bislang noch nicht ausreichend geklärt. Bei der Untersuchung der NAK gegen Natalizumab hingegen seien die Ergebnisse eindeutig. Hier kommt es zu einer eindeutig nachweisbaren, negativen Wirkung persistenter NAK auf das Therapieergebnis.

Quelle: http://www.mpipsykl.mpg.de/clinic/erkrankungen/ms/ms_10/index.html

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Todesfälle durch die Neue Grippe

Freitag, 20. November 2009 15:28

Zum 19.11. hat das Robert Koch Institut aktuelle Zahlen zu den Todesfällen in Deutschland veröffentlicht, die im weitesten Sinne der Neuen Grippe (Schweinegrippe) zuzuordnen sind. Die Todesfälle seien auf den akuten Verlauf der Erkrankung zurückzuführen. Besonders kritisch sei das Vorhandensein akuter Grunderkrankungen. Hier stände das Immunsystem nicht vollständig zum Kampf gegen die Influenza zur Verfügung. Dies ermögliche Komplikationen, etwa das Überschlagen der Viren auf Lunge oder Herz. Letztere seien vorwiegend für den tödlichen Verlauf der Neuen Grippe verantwortlich. Dies bedeute gleichzeitig, so das RKI, dass ein spezifischer Todesfall kausal nicht zwingend der Schweinegrippe zuordenbar ist. Man spricht in diesem Falle von einem H1N1-assoziierten Todesfall.

Weitere aktuelle Informationen sind auf der Homepage des RKI zu erhalten.

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Zur Geschichte der Forschung an Monoklonalen Antikörpern

Freitag, 20. November 2009 15:18

Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen in der Schweiz hat auf seiner Webseite einen interessanten Artikel über die Geschichte der Herstellung monoklonaler Antikörper veröffentlicht. Unbedingt lesenswert!

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