Allergietests: IgE vs. IgG

Auf der Internetseite Sueddeutsche.de befindet sich ein interessanter Artikel zum Thema Allergien auf Lebensmittel. Angesprochen und diskutiert wird dort die Tatsache, dass zwanzig Prozent der Deutschen überzeugt seien, auf bestimmte Lebensmittel allergisch zu reagieren. Tatsächlich nachgewiesene Symptome, wie Juckreiz im Rachenraum oder Atemnot zeigten beim Kontakt mit dem Lebensmittel jedoch nur höchstens fünf Prozent [1], wie die Autorin darlegt.

Als einer der Gründe für diese Diskrepanz wird die Verwendung von Allergietests auf Basis der Immunglobuline Typ G genannt, die gemäß der Aussagen europäischer und deutscher Allergiegesellschaften nachgewiesenermaßen sinnlos seien. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) warnte bereits 2004 vor derartigen Tests, die lediglich „Patientenabzocke“ seien, gleichzeitig aber nichts aussagend. Im Gegensatz zur Untersuchung von spezifischen IgE-Antikörpern, ließen sich mit IgG-Tests keine Allergieauslöser nachweisen [2].

IgE-Antikörper produziert der Körper kontinuierlich in geringen Mengen gegen als harmlos einzustufende Stoffe. Bei einer tatsächlich vorliegenden Allergie ist die Menge der hergestellten Immunglobuline um ein Vielfaches erhöht und kann im Sinne eines IgE-Allergietests nachgewiesen werden. Auf die Antikörper vom Typ G trifft dies jedoch nicht zu.

Quellen:
[1] http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/507/491870/text/
[2] http://www.medizin-2000.de/allergologie/texte/laien/pm/aeda_11_04/dgai4.html

Autor: admin
Datum: Dienstag, 27. Oktober 2009 8:58
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